Kategorien
Tour USA

Verschollen

Der Ein oder Andere wird sich wahrscheinlich schon gefragt haben, warum er/sie nichts mehr von mir hört. Ich war in den letzten zehn Tagen very busy. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich nun viel zu berichten habe.

In meinem letzten Artikel berichtete ich von Moab und meiner Mountainbiketour in Moab. Ich verbrachte noch einen weiteren Tag dort und besuchte den Arche Nationalpark (NP) und den Canyonland NP. Im Arche NP sah ich faszinierende „Steinbrücken“ (Arches).

Nach einer fünf stündigen Wandertour mache ich mich auf, den Canyonland NP zu erkunden. Ich fand ein wunderschönes Plätzchen, an dem ich mir mein Abendessen zubereitete und dabei den Sonnenuntergang in einer atemberaubender Stille genoß.

Am Abend fuhr ich weiter Richtung Bryce Canyon. Ich verbrachte eine Nacht im Auto in Hanksville. Ich wurde durch das Morgengrauen geweckt und setzte meine Fahrt fort.

Am Nachmittag erreichte ich meinen Zwischenstop für diesen Tag: Bryce Canyon.

Nach einem zwei Stunden Aufenthalt fuhr ich die letzten Kilometer auf dem Highway 12 in Richtung Zion NP, welches mein Tagesziel war.

Diesen NP wollte ich zunächst nicht besuchen, aber ich bin froh, dass sich meine Pläne geändert haben. Dieser NP gehört wohl zu den Schönsten – vor allem zu dieser Jahreszeit. Die Laubbäume waren wunderschön gefärbt.

Früh morgens nach einer Nacht im Zelt brach ich auf, um vom Canyon Inneren nach oben zu wandern. Der Trail war zunächst nicht wirklich beeindruckend, aber nach der Durchquerung eines kleinen Tunnels, wandelte sich der Blickwinkel.

Oben angekommen hatte ich einen Wunderschönen Blick in den Canyon. Ich war vollkommen alleine… fast…

Gegen Mittag für ich weiter ins Valley of Fire. Ich erblicke bizarre rote Felsen. Ich errichtete mein Zelt zwischen den Felsen. Ein Wunderschöner Platz zum Zelten dachte ich zunächst.

Ich bereitete mir ein köstliches Essen. Aber ich musste schnell feststellen, dass ich nicht alleine bin.

Ich habe noch nicht viele Spinnen gesehen, aber als ich dieses Exemplar sah, wusste ich, dass ich nicht zu nah kommen sollte. Einen Tag später erfuhr ich vom Ranger, dass diese Spinne zu der Familie der Schwarzen Witwen gehört.

Danach war ich erst einmal bedient. Dieses Exemplar hauste direkt neben meinem Zelt. Ich konnte meinem Herzschlag ein wenig runterfahren, indem ich den wunderbaren Sternenhimmel bewunderte.

Nach einer etwas unheimlichen Nacht – nicht nur das neben mir einer der giftigsten Spinnen schlief, war es zudem auch noch toten stille – machte ich mich am nächsten Tag auf, die besonderen Steinformationen des Valleys zu sehen.

Auf dem nächsten Foto könnt ihr die Stelle sehen, an der Kaptain Kirk in „Treffen der Generationen“ starb 🙂

Am Nachmittag verließ ich das Valley und erreichte am Abend Las Vegas. Schon am Stadtrand vermisste ich ein wenig die Natur, in der ich die letzten zehn Tage verbracht hatte.

Aber ich traff einige Traveler aus Moab wieder, mit denen ich die Abende in Vegas verbrachte. Leider konnte ich kein Poker spielen. Ich hätte einen ganzen Tag spielen müssen. Aber es war nicht so schlimm, da ich in Moab in einer kleinen Runde 50$ gewonnen hatte.

Am Mittwoch verließ ich Vegas und fuhr zusammen mit einer Freundin nach San Francisco.

Wir schliefen eine Nacht im Auto. Am nächsten Morgen stellten wir fest, dass wir an einem bizarren Lake Halt gemacht hatten.

Bei diesen Formationen handelt es sich um Salz. Der Lake ist mit Salz übersättig und das überschüssige gelöste Salz kristalliesiert aus. Wenn der Wasserspiegel absinkt, kommen diese „Salzberge“ zum Vorschein.

Der Weg führte uns aber weiter zum Yosimite NP. Nach einer Nacht in einem Motel, in dem die Heizung nicht funktionierte (es war lausig kalt und wieder einmal wärmte mich Thorsten Schlafsack) waren wir ein wenig enttäuscht, von dem was wir am nächsten Tag sahen. Ich hatte von vielen Seiten gehört, dass der Yosimite NP etwas Besonderes sein soll. Aber dem war nicht so. Er war nett, aber das war es auch.

Wir entschlossen uns, keinen weiteren Tag dort zu bleiben und fuhren noch am selben Tag nach San Francisco.

Leider hatte ich nicht soviel Zeit, um San Francisco näher kennenzulernen. So sah ich nur die Goldengate Brigde und ein wenig von der Stadt. Wirklich gefallen hat es mir in San Francisco aber nicht. Vielleicht lag einfach daran, dass ich zu wenig Zeit hatte.

Ich habe nun wohl endgültig realisiert, dass ich kein Stadtmensch bin.

Der Weg nach LA war wieder eine angenehme Abwechslung zur Großstadt. Ich fuhr auf dem Highway 1, der direkt an der Küste entlang verläuft. Es war regnerisch und nebelig. Aber die Stimmung, die dadurch erzeugt wurde, war atemberaubend.

Der Anblick der Küste und der grünen Wiesen…

Es regnete den ganzen Tag, aber dennoch war meine Laune nicht getrübt. Und im richtigen Augenblick – es hatte etwas mystisches ansich – hörte es für einen kurzen Augenblick auf zu regnen und der Nebel lichtete sich.

So bekam ich die Gelegenheit, den wohl schönsten Sonnenuntergang zu genießen. Die Bilder geben leider nicht das wieder, was ich sah. Man sah die Sonne nicht, aber ich ahnte, was sich hinter den Wolken am Horizont abspielt.

Der Himmel war nicht wie üblich rot. Vielmehr wahr er in ein zartes Rosa getaucht. Zusammen mit dem türkisfarbenden Meer ergab es einen traumhaften Anblick, den ich nie vergessen werde. Unglaublich…

2 Antworten auf „Verschollen“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.